Die Küchen der Goldmacher

Die Küchen der Goldmacher

Die TG De Hechte hat zur Einstimmung auf die Quadriennale 2014 die Ausstellung „Kunst und Alchemie“ im museum kunst palast besucht

Wo wird die Kunst im Angesicht der rasanten medialen und technischen Entwicklungen in Zukunft stehen? „Wie schon im Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert ist für die jeweils zeitgenössischen Künstler die Suche nach dem ‚Stein der Weisen‘, dem endgültigen, wahrhaftigen Kunstwerk, der Inhalt ihrer Arbeit.

François-Marius Granet: „Der Alchemist.“
1. Hälfte 19. Jh. Öl auf Leinwand, 61 x 48,3 cm. Chemical Heritage Foundation, Schenkung Roy Eddleman

Alchemistisches Gedankengut und die Umsetzung in die zeitgemäße Form werden auch in der Zukunft von großer Bedeutung sein.“ Dies sagt Museumskurator Dr. Wulf Aschenborn. Er führte eine Jonges-Gruppe, die Tischgemeinschaft De Hechte, durch die Schau „Kunst und Alchemie“. Mit der dritten Quadriennale der bilden- den Kunst – ein Programmpaket im Vierjahresrhythmus – soll Düsseldorf erneut international Beachtung finden. 2006 ging es um den „Körper in der Kunst“. 2010 wurde das Publikum auf das Thema „Kunst gegenwärtig“ eingestimmt. 2014 kann es sich mit dem Motto „Über das Morgen hinaus“ auseinandersetzen.
Die Hechte haben für sich zur Einstimmung das Thema „Kunst und Alchemie“ ausgewählt. Anzumerken ist, dass bereits Kurfürst Jan Wellem sich in seiner Galerie den Werken berühmter Meister und der Alchemie gewidmet hat. Gemeint sind damit geheimnisvolle Experimente unter anderem zu den ´bis heute unbeantworteten Fragen: Wie lebt man ewig und wie macht man künstlich Gold?
Aschenborn führte die Hechte durch die Jahrhunderte und erläuterte Werke von der Antike bis heute. Künstler wie Jan Brueghel, Lucas Cranach, Rembrandt, Peter Paul Rubens, Max Ernst, Joseph Beuys, Hendrick Goltzius, Rebecca Horn, Anish Kapoor, Yves Klein, Sigmar Polke fordern dazu auf, das Geheimnis der Verwandlung nachzuvollziehen. In zwei Abschnitten werden Werke des 16. und 17. Jahrhunderts und die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt mit jeweiligen alchemistischen Anspielungen.
Mit einer alchemistischen Küche und einer Farbwerkstatt wird die Ausstellung abgerundet. Bei der Konzeption wurde das Museum von der Chemical Heritage Foundation (Philadelphia) unterstützt, die zahlreiche Leihgaben zur Verfügung stellte, unter anderem ein weltweit noch nie ausgestelltes Manuskript des Physikers Isaac Newton. Die Ausstellung zeigt rund 250 Werke. Zusätzlich wird ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen und Buchpräsentationen angeboten. ■

arnulf Pfennig

de Hechte

06_14_jonges

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