Tischgespräch

Grabpflege „Alter Bilker Friedhof“

Trotz Corona gehen De Hechte ihrer Verpflichtung nach.
An einem schönen Sonnentag wurden wieder die Grabplatten von Maria Melos, Dr. W. Harless, J.J. Scotti, Prof. E. Deger und Josef Wimmer gereinigt.
Bei den Reinigungsarbeiten wird man immer wieder von Interessierten Passanten angesprochen.
Daraus entwickeln sich dann meinst Gespräche über die Geschichte dieses Ortes und über die Personen, an die hier gedacht wird.
Viele sind überrascht, dass es hier nicht nur um kirchliche Amtspersonen geht, sondern eher um Menschen, die sich um Düsseldorf verdient gemacht haben.
Nun sind die Gräber wieder rechtzeitig sauber für die Ostertage und können von den Parkbesuchern bestaunt werden.

Wenn Ihr an den schönen Tagen spazieren geht, haltet bitte Abstand zu einander und bleibt damit gesund.

Ich wünsche Euch und euren Familien schöne Ostertage und vielleicht sieht man sich aus der Entfernung am „Alten Bilker Friedhof“

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Grabplatte von Prof. Ernst Deger nach der Reinigung

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Grabplatte von Prof. Ernst Deger während der Reinigung.

Guido Moore

 

 

 

Mitgliederversammlung „de Hechte“, der 36. Tischgemeinschaft bei den Düsseldorfer Jonges und im 45. Jahr (gegr. 1975).

Am 08.03.2020 fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung wie in den letzten Jahren auch wieder im Vereinshaus TC13 statt. Mit 31 anwesenden Hechten wurde unter Leitung unseres Tischbaases Johannes Klischan über ca. zwei Stunden die Tischaktivitäten des vergangenen Jahres aufbereitet und für das laufende Jahr die geplanten Aktivitäten diskutiert. Im Fokus stand u.a. das geplante Tischfest zum 45. Jubiläum der Hechte im Mutter-Eye-Cafe, diverse Ausflüge und Reisen, sowie die aktuelle Entwicklung der Homepage.

Mitgliederversammlung „de Hechte“ 2020

Mitgliederversammlung „de Hechte“ 2020

 

Arbeiten an der Homepage „De Hechte“

Nach den bekannten Hacker-Angriffen auf unsere Homepage und dem aufwändigen Wiederaufbau der Grundstruktur treffen sich der Tischbaas Johannes Klischan, Guido Moore und der Schriftwart Holger Andresen-Saran bei Christian Steinmetz, das kleine Redaktionsteam. Allmählich sollen nun wieder fehlende und aktuelle Inhalte nachgetragen werden.

Um den Wiederaufbau des Archivs kümmert sich Guido Moore. Beiträge zu Veranstaltungen und dergleichen, soweit vorhanden, pflegt der Schriftwart Holger Andresen-Saran ein. Der Mitgliederbereich befindet sich in Arbeit.

Da simmer dabei.

 Ein Samstagmorgen bei Christian Steinmetz im Atelier.

Geologischer Spaziergang durch den Grafenberger Wald

Am 16.06.2019 wurden einige Hechte von unserem sachkundigen Tischfreund Eric Lichtenscheidt, seines Zeichens Fotograf und Geologe, auf einem geologischen Spaziergang durch den Grafenberger Wald geführt. Gestartet wurde am Jan-Wellem-Brunnen am Staufenplatz. An den einzelnen Stationen wurden die erdgeschichtlichen Merkmale des beliebten Ausflugortes kenntnisreich den staunenden Hechten erläutert.

Unterwegs konnte noch ein Abstecher zur zeitgleichen ARTWALK Ausstellung im Wald bei einer Installation unseres Tischfreundes Joachim Stallecker gemacht werden.

Zwischendurch kehrten die Hechte dann im Golfrestaurant Grafengrün zum Mittagessen ein. Anschließend machte sich die kleine Gruppe gestärkt und gut gelaunt wieder zurück auf den Weg zum Ausgangspunkt, dem Staufenplatz.

Das Programm Geologischer Spaziergang

Ausschnitt Ausstellung ARTWALK Joachim Stallecker

Ausschnitt Ausstellung ARTWALK Joachim Stallecker

Bruno Kehrein, Verleger und Jong, starb mit 67 Jahren.

Bruno Kehrein *18.10.1951 †03.05.2019

Bruno Kehrein
*18.10.1951 †03.05.2019

Der Umfassende

Der Verleger Bruno Kehrein ist tot. Das Mitglied der TG Hechte hat in den vergangenen Jahren eine Reihe Bücher der Jonges verlegt. Denn der Schwerpunkt seines Lebenswerks, der Grupello-Verlag, war seine Heimat.

Aber es war kein bloßer Regionalverlag. „Die Globalisierung verdrängt das Regionale nicht, sondern wertet es sogar auf“, hat Kehrein einmal gesagt. Die Provinz sei nicht drittklassig, sondern Gegenpol zu Arroganz und Überforderung in den Metropolen. Sein Angebot: „Schöne Bücher für kluge Leser.“ Dabei ließ er sich nicht auf bestimmte Themen begrenzen.

Beispiel? Donnerstag ging mein Romanmanuskript an die Verlage, schon am Sonntagabend rief Kehrein an und sagte, er fände es gut. Ich solle morgen um zehn vorbeikommen, Schwerinstraße 55. Ein freundlicher Mitsechziger in bequemer Kleidung öffnete dann dort eine Wohnung, proppenvoll mit Büchern, in Regalen, Stapeln und Kisten, bis zur Decke. Über Kunst, Wissenschaft, Heine, Düsseldorf, also jede Menge Heimatliteratur. Dazwischen ein paar junge Frauen an Schreibtischen und Laptops. War ich hier mit meiner schrägen Gaunergeschichte richtig? Er sah meine Zweifel. „Mir gefällt Ihr Stil und Humor!“ So einfach war das für ihn.

In der kleinen Kaffeeküche erfuhr ich dann so einiges über ihn selbst. Im Hunsrück aufgewachsen, hatte er in Frankfurt und Berlin Pädagogik, Psychologie und Soziologie studiert und war bei der Apo. Wir diskutierten, warum das mit unserer Weltrevolution damals nicht klappen konnte. Und von der Politik ging es per Du schnell weiter über die Künstler des „Jungen Rheinland“, seine Autorin Gabriele Henkel und Jan Wellem zum Fußball. Kehrein war Dauerkarteninhaber der Fortuna.

Er kannte sich mit Doppelsechs und hängender Spitze so gut aus wie bei Sigmund Freud. Der Mann war umfassend gebildet und emotionell interessiert. Das Kaufmännische eines Verlegers lernte er dann bei Wagenbach.1980 gründete er schließlich in Düsseldorf seinen eigenen Verlag.

Bruno Kehrein war der Hauptgrund für mich, bei den Jonges mitzumachen. „Da solltest Du auch eintreten. Heimatverbunden und weltoffen sind wir, wo findet man das sonst so?“ Er bot mir seine Patenschaft dafür an. Am Ostersonntag starb er völlig unerwartet. Sein großes Herz konnte private und berufliche Anstrengungen wohl nicht mehr verkraften.

Text: Wolfgang Frings
Aus dem Tor 07-2019

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